WENN KÜNSTLER DEN DRINGENDEN WUNSCH VERSPÜREN POLITISCHE BOTSCHAFTEN ZU VERBREITEN…


Tüsslinger Kultursommer, Rea Garvey auf Schloß Tüssling….

Eindrücke einer Veranstaltung die als Konzert angekündigt wurde. Doch der Reihe nach. Seit vielen Jahren sind meine Frau und ich treue Besucher der Konzerte im Rahmen des Tüsslinger Kultursommers. Doch gestern gingen wir das erste Mal vorzeitig, und das lag nicht am Wetter, denn das hat wie so oft hervorragend mitgespielt. Was haben wir in der Vergangenheit in diesem wunderschönen Schlosspark für tolle Künstler erleben dürfen.. Brain Adams, Peter Maffay, Simply Red oder James Blunt, um nur einige zu nennen. Das was sich da allerdings gestern bei Rea Garvey zugetragen hat, war in weiten Teilen kein Konzert, sondern geriet bisweilen zu einer politischen Propaganda-Veranstaltung. Dass Künstler Konzerte mit persönlichem oder auch lustigen Anekdoten auflockern ist üblich und meistens auch unterhaltsam. Anders verhält es da bei politischen Botschaften. Natürlich ist es auch seit langer Zeit der Brauch, dass Künstler ihre Bühne dafür nutzen auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam zu machen und dabei der Politik ins Gewissen zu reden. Ob das immer und in jedem Fall angebracht ist, ob diese Künstler inhaltlich damit richtig liegen und ob das dann auch noch im Dienst der „guten Sache“ steht, muss zumindest im gestrigen Fall von Rea Garvey, angesichts der vielen widersprüchlichen Botschaften in seinen Aussagen, dann doch nachdrücklich bezweifelt werden. Allein was das Volumen seiner Botschaften betraf, ist er weit übers Ziel hinausgeschossen. Angesichts der Tatsache, dass sich das Publikum so gut wie gar nicht gegen diese aufgenötigten Botschaften zur Wehr setzten kann, außer die Veranstaltung zu verlassen, ist ein solches Verhalten moralisch eigentlich von keinem seriösen Künstler zu verantworten.
Garvey sprach von Liebe, Angst und von Politikern die Angst verbreiten. Politikern vor denen man deshalb Angst haben sollte, weil sie mit der Angst der Menschen spielen würden…So weit, so gut, denn Angst war und ist noch nie ein guter Ratgeber gewesen. Er habe keine Angst denn das Leben auf der Bühne sei einfach nur schön.. Warum aber sind dann auch bei seinen Konzerten Securtitys und Polizei notwendig? Wie sieht es mit den Menschen aus, die Zukunftsangst haben,weil ihnen z.B. die Rente nicht zum Leben reicht. Oder die junge Familie, die sich angesichts der Wohnungsnot und der steigenden Energie und Wohnungspreise kein zweites Kind leisten kann. Was ist mit den Menschen, die in immer mehr deutschen Ballungszentren mit stetig steigender Gewalt konfrontiert werden, z.B. in Düsseldorf, wo ein öffentliches Freibad nun schon zum dritten Mal geräumt werden musste.Oder in Saarlouis, wo die Polizei kürzlich vor randalierenden Jugendbanden kapitulieren musste. 
Wie es sich mit seiner Botschaft der Angstfreiheit verträgt, die Fridays for Future Bewegung zu loben und dabei auch noch eine Video-Botschaft von Geta Thunberg, Prophetin der neuen “Religion Klimaschutz” dem zum Teil verdutzten Publikum aufzunötigen, bleibt wohl sein Geheimnis. Denn eins ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Das „Geschäftsmodell dieser Bewegung, die im übrigen nachhaltig von politischen Parteien, Lobbyisten und NGo`s am leben gehalten wird, wie wir auch in Mühldorf kürzlich erleben durften, ist nichts anderes als den Menschen Angst zu machen.. Angst vor einem Klimawandel..einem Klimawandel der durch Menschen verursacht würde und deshalb natürlich auch durch Menschen gestoppt werden könnte… Wenn, ja wenn die Menschen nur endlich das tun würden was die „Aktivisten“ verlangen würden und zu dem natürlich eine Steuer auf das böse Gas Co2 gehört.. Für mich hört sich das an wie der Ablasshandel der katholischen Kirche im Mittelalter…
Aber zurück zum Konzert, denn all die inhaltlichen Widersprüche dieser “Klimareligion” aufzuarbeiten würde den Rahmen dieses Schreibens bei weitem sprengen. 
In diesem Zusammenhang mal die Frage an den Künstler von gestern: Ist Ihnen lieber Rea Garvey eigentlich bewusst, dass Ihr gesamtes künstlerisches Wirken das Klima dieses Planeten nachhaltig schädigt, vorausgesetzt diese These vom Menschen gemachten Klimawandel ist richtig? Allein so ein Konzert, wie das in Tüssling, verbraucht Unmengen fossile Brennstoffe.. Wie zum Beispiel sind Sie und Ihre Musiker und Mitarbeiter denn nach Tüssling gekommen, oder auf die zahlreichen anderen Konzerte die Sie überall auf der Welt geben? Mit dem Fahrrad? Wohl eher nicht. Bestimmt sind Sie aus Irland mit dem Flugzeug angereist. Wie glauben Sie kommt Ihr Publikum zu Ihren Konzerten? Gehen die alle zu Fuß, oder sind nicht die meisten mit dem Auto angereist? Wie viel Strom verbraucht eurer Bühnenequipment? Wie wird diese Konzertausrüstung transportiert? Mit Pferdewagen oder mit Trucks und Flugzeug die Diesel und Kerosin verbrauchen? Auch die Verbreitung von Musik und anderen Unterhaltungsangeboten von Künstlern aller Art im Internet und über Kabel und TV kostet Unmengen an Energie, die nunmal zu einem großen Teil eben nicht aus erneuerbaren Quellen stammt. Zusammengefasst muss also festgehalten werden: Da gibt ein Künstler ein Konzert, bei dem er nachdrücklich sein Publikum mit der Propaganda vom wichtigen Klimaschutz konfrontiert, während sein eigenes Verhalten,Handeln, Wirken und Geschäftsmodell eben dieses Klima gemäß der von ihm verbreiteten Theorie immens belastet…. Wenn dieser Künstler konsequent in seinem Denken und Handeln wäre, müsste er sofort seinen Beruf an den Nagel hängen..Allenfalls Straßenkonzerte mit Akustikgitarre wären dann noch möglich…
Ich empfehle all diesen Künstlern oder auch Sportler und sonstige Prominenz von A-Z, welche denken politische Botschaften oder gar Propaganda an ihr Publikum bringen zu müssen, einmal in sich zu gehen und darüber nachzudenken, ob es nicht sinnvoller wäre sich auf ihre Kernkompetenz aus Musik, Schauspiel,Sport, Malerei oder sonstige Kunst zu beschränken. Vor allem in diesem Zusammenhang zunächst einmal das eigene Verhalten und Lebensweise zu hinterfragen, denn allzu oft werfen die mit den größten Steinen, die im kleinsten Glashaus sitzen…
Dem Veranstalter dieses Kultursommers, also dem Sponsor Raiffeisenbank in Vertretung des Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Aumüller und auch Schlossherrin Gräfin Stefanie Bruges von Pfuhl müssen nach den gestrigen Ereignissen die Frage gestellt werden, ob das Konzert in dieser Form wirklich in ihrem Sinne war, oder ob das Publikum hier nicht wenigstens zu einem nicht unwesentlichen Teil mit Botschaften konfrontiert wurde, für die es weder bezahlt hat und auch nicht gefragt wurde ob es damit konfrontiert werden will. Ich für meinen Teil muss festhalten: Ich habe für ein Konzert eines, wie ich noch immer glaube sehr guten Musikers bezahlt und nicht für eine politisch Veranstaltung. In so fern bin ich vielleicht nicht betrogen worden was die Musik betrifft, aber doch getäuscht worden, weil ich eben mit der Musik auch noch etwas bekommen habe was ich nicht wollte, nämlich Politik und Propaganda. Dazu muss ich allerdings nicht 57 Euro für ein Konzert bezahlen. Da reicht es völlig den Fernseher einzuschalten und das mit Zwangsgebühren finanzierte öffentlich rechtliche Framing-Programm von ARD, ZDF und ihren Regionalsendern zu anzusehen.

Oliver Multusch

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